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Oben grau, unten blau

Wandertipp: Schwende - Alp Sigel - Wasserauen

Am letzten Sonntag ging es mal wieder in die Berge. Ok, in den Alpstein, sind dies schon Berge? Eine Wanderung zur Alp Sigel über dem Sämtisersee stand auf dem Plan.

Gestartet wurde an der AB Haltestelle Schwende. Dies nachdem wir mit der Mädchenriege Leimbach von Gossau nach Schwende getuckert sind. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was so eine Mädchenriege für einen Lärm machen kann. Item…, der Weg von der Schwende Richtung Bärstein verläuft quer durch Wiesen und Weiden, auf dem Grat rund um „Leugangen“. Etwas Steigung, schöner Ausblick, viele glückliche Kühe. In Brülisau haben sie die neue Gondel in Betrieb genommen, wir auf dem Grat konnten uns zugeparktes Brülisau bewundern.

Kurz vor dem Bärstein geht dann aber wirklich die Post ab. Steil ist nur der Vorname, verdammt steil beschreibt den Aufstieg zur Alp Sigel besser. Abenteuerlich durch einen kleinen Wald, steil über eine Weide, durch ein Couloir, durch die „Zahme Grocht“. Die Grocht, ist an ein paar Stellen mit Seilen gesichert, für nicht ganz Schwindelfreie heisst es einfach, nicht runter schauen.

Oben angekommen hat uns als erstes Nebel und einen steifen Wind empfangen. In der Hoffnung auf ein warmen Tee (hier darf ich ja nicht Bier schreiben) sind wir zur Alp Sigel runtergestiegen. Fehlanzeige, keine Beiz da! Aber was im Frühling angeblich keine Fehlanzeige auf der Alp Sigel sein soll, sind die unzähligen Blumen die da blühen sollen.

Der „Hohe Kasten“ und die „Stauberen“ haben sich uns dann trotzdem noch gezeigt. Etwas scheu, ja gar etwas verlegen haben sie zwischen den Wolken durchgeguckt. Auf dem Grat zwischen „Kasten“ und „Stauberen“ konnte man die Wanderer, die  da schön aufgereiht standen, beobachten. Sie werden sich wohl am Blick in das Rheintal erfreut haben. Auch dies eine Wanderung, welche sich immer wieder lohnt.
Nachdem wir die Alp Sigel hinter uns gelassen haben, ging der Weg weiter Richtung „Obere Mans“ und „Hüttentobel“. Aber es wäre auch ein Abstieg Richtung „Sämtisersee“ und „Plattenbödeli“ möglich gewesen. Aber egal welchen Weg man nimmt, der Abstieg ist so oder so nicht gerade Knieschonend. Also durchaus eine Wanderung für Stöcke. Auf der Höhe des „Hüttentobels“, Pkt. 1177, merkten wir, dass wir wieder zurück in der Zivilisation waren. Die Absteigenden Sonntagsausflügler vom „Seealpsee“ haben uns quasi fast etwas überrannt. Eine kleine Völkerwanderung welche sich da auf den Weg ins Tal begab. Und wir mittendrin, statt nur dabei…

In Wasserauen gab es dann trotzdem noch ein Bier, in der Gartenwirtschaft „Flickflauder“.

Bewertung
Ausblick: *****
Schwierigkeit: *****
Gastro: *****

Wanderkarte - zum selber nachwandern

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